Die Kärcher Futuretech GmbH als Garant für zukunftsorientierte technologische Lösungen – auch im ABC-Abwehr-Bereich
Winnenden, im Juni 2005 - Die Alfred Kärcher GmbH & Co. KG in Winnenden, Baden-Württemberg, ist heute weltweit der anerkannt größte Hersteller von Hochdruckreinigungssystemen. Das Unternehmen beschäftigt über 5.800 Mitarbeiter und hat 33 Niederlassungen auf der ganzen Welt. Der Gesamtumsatz im Jahre 2004 betrug 1.032 Mio €.
Die Sparte SGC (Sales Government Custumers) kümmert sich neben den Reinigungs-geräten um die spezifischen Bedürfnisse der Streitkräfte, Feuerwehr, des Zivil- und Katastrophenschutzes, Homeland Security sowie von internationalen Hilfsorganisationen. Mit dem Ziel der weiteren Optimierung der Firmenstruktur sowie der noch besseren Wirksamkeit im Interesse der Kärcher-Kunden in aller Welt wird der bisherige SGC-Bereich in ein selbstständiges Unternehmen überführt. Als "Kärcher Futuretech GmbH" wird das neue Unternehmen den erfolgreich beschrittenen Weg auch in Zukunft fortsetzen.
Unter Berücksichtigung des konkreten Bedarfs entwickelt, produziert und liefert das Unternehmen auch im ABC-Abwehrbereich marktbestimmende Produkte an seine Kunden in aller Welt. Im Bereich der ABC-Schutzsysteme bietet das Unternehmen das breiteste Produktprogramm. In den vergangenen 10 Jahren wurden weltweit über 8.000 Dekontaminationssysteme unterschiedlichster Kapazität an Streitkräfte und Zivilschutzorganisationen geliefert.
Nach Übergabe des ersten Seriengerätes steht der deutschen Bundeswehr seit Januar 2005 mit der Dekontaminationsausstattung TEP 90 nunmehr ein hochmobiles containergestütztes kompaktes Dekontaminationssystem zur Verfügung. Der TEP 90 ist insbesondere für die Erfüllung internationaler Aufträge der Bundeswehr im Rahmen der NATO ausgelegt. In technologischer Hinsicht repräsentiert der TEP 90 durch die Verwendung modernster Dekontaminationsverfahren und –mittel den aktuellen Stand der Technik in diesem speziellen Bereich. Er ist hochmobil, rasch verlegbar und umfasst alle erforderlichen Komponenten für die einsatzoptimierte Durchführung der gründlichen Dekontamination in der Nähe der kontaminierten Truppe.
Im TEP 90 werden modernste Dekontaminationstechnologien und -mittel eingesetzt, wie z. B. die in der Dekontaminationsausstattung Sondergerät bereits erprobte Vakuumdekontaminationstechnologie und das Decon Shuttle für die Dekontamination der Innenräume von Kampfpanzern, Fahrzeugkabinen, Hubschraubern, Transportflugzeugen etc.
Das Leistungsspektrum des TEP 90 umfasst im einzelnen folgende Hauptaufgaben:
- Personendekontamination
- Dekontamination von persönlicher ABC-Schutzbekleidung und persönlicher Ausrüstung
- Dekontamination von empfindlichem Gerät
- Dekontamination von Großgerät
- Dekontamination von Luftfahrzeugen
- Dekontamination von Fahrzeug-/Luftfahrzeuginnenräumen
- Dekontamination von Versorgungsartikeln/Packgefäßen
- Dekontamination von Straßenabschnitten, Anlagen und Einrichtungen (Infrastruktur) in begrenztem Umfang.
- Durchführung von Entseuchungs- und Entwesungsmaßnahmen
Zur rechtzeitigen Herstellung der Betriebsbereitschaft des Systems ohne externen Einsatz von Hebezeug, Gewährleistung der autarker Verwendung des Gesamtsystems und der Einzelmodule sowie zur Sicherstellung funktionaler Anforderungen beim Betrieb ist das Fahrzeug mit einem integrierten hydraulischen Kransystem ausgestattet. Über ein Schnellkupplungssystem wird dann ein Krankorb adaptiert, von dem aus die Dekontamination aller Arten von Fahrzeugen effektiv auch von oben erfolgen kann.
Die Dekontaminationsausstattung TEP 90 ist so ausgelegt, dass ihr Einsatz uneingeschränkt im Temperaturbereich von -30 °C bis +49 °C erfolgen kann. Für die Dekontamination von Innenräumen bestimmter Objekte (z. B. Panzer, Hubschrauber, Transportflugzeuge; Anlagen, Einrichtungen etc.) steht ein spezielles autark arbeitendes System ("Decon Shuttle") zur Verfügung, dessen Wirkungsspektrum durch den wahlweisen Einsatz eines Dampf-Extraktionsgerätes oder eines Thermoaerosolgenerators erweitert noch erweitert werden kann.
Vor dem Hintergrund des enorm gestiegenen Umweltbewusstseins wurde durch Kärcher ein neues nichtwässriges Dekontaminationsmittel (GDS 2000; NATO VersNr 6850-12-366-1321) für chemische Kampfstoffe entwickelt, das wesentliche Vorteile gegenüber den bekannten Dekontaminationsmitteln hinsichtlich Lagerung, Handhabung, Wirksamkeit, Anwendung und Korrosivität sowie ein wesentlich besseres Umweltverhalten aufweist. Es wird industriell hergestellt, steht anwendungsbereit zur Verfügung, erfüllt die Forderungen der Wassergefährdungsklasse 1 (wenig wassergefährdend) und ist biologisch abbaubar. Für die vollständige Entgiftung eines Kampfpanzers werden z. B. nur ca. 12 bis 24 Liter GDS 2000 benötigt. Die hohe Dekontaminationswirkung von GDS 2000 gegenüber allen relevanten chemischen Kampfstoffen (einschließlich von verdickten chemischen Kampfstoffen) wurde in zahlreichen Labor- und Feldtests am WISABC-SchutzBw sowie anderen unabhängigen Testinstituten bestätigt.
Durch das WISABC-SchuzBw und die Fa. Kärcher wurde gemeinsam ein neues A-Dekontaminationsmittel (Entstrahlungsmittel RDS 2000) als Flüssigkonzentrat für die deutsche Bundeswehr entwickelt. RDS 2000 ist biologisch abbaubar und erfüllt ebenfalls die Forderungen der Wassergefährdungsklasse 1. Es ist ausreichend lagerstabil und sichert bei der Anwendung ein optimales Zusammenwirken zwischen konventioneller Reinigung, Dekontaminationswirkung und truppengerechter Handhabung.
Die neu gegründete Kärcher Futuretech GmbH garantiert zukunftsorientierte technologische Lösungen für Kärcher Kunden auf der ganzen Welt – auch im ABC-Abwehr-Bereich.
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TEP 90
Breitband/DSL


 
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